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Die ersten
Spuren des "Homo Sapiens", unseres direkten Vorfahren, reichen bis ca.
40.000 Jahre zurück. Von ihm stammen alle heutigen Menschen ab. Überall auf der Welt hat er seine Spuren
hinterlassen. Wo immer er lebte hinterließ er Zeugnisse seines Daseins.
Vor ca. 12.000
Jahren begann er im Vorderen Orient sesshaft zu werden. Er domestizierte Tiere und baute
Getreide an. Vor etwa 7.000 Jahren erreichte die "Neolithische Revolution"
(Ackerbau, Viehzucht, Häuserbau) auch unser Gebiet. Für den Bau der Häuser setzte er Holzstämme in die Erde und er legte Vorratsgruben an.
Im Laufe seiner Entwicklung
bestattete er seine Verstorbenen in "Körpergräber", oftmals mit Hügeln
überwölbt, dann wieder verbrannte er seine Toten und setzte sie in
"Brandgräber" bei. Fast immer gab er Gefäße, Schmuck, tägliche
Gebrauchsgegenstände oder Waffen den Verstorbenen mit. Manchmal verlor er
Gegenstände, z.B. während der Jagd, auf den Feldern oder beim Sammeln der Nahrung, aber
wohl auch auf der Flucht vor Feinden und Tiere. All diese Eingriffe in
den natürlich gewachsenen Boden und die verlorenen Gegenstände hinterließen ihre Spuren. Diese können wir mit
etwas Aufmerksamkeit und dem richtigen Spürsinn auch heute noch auffinden.
Fast überall auf frisch gepflügten Ackerflächen, auf Baustellen, beim
Straßenbau und sogar, wenn es der Zufall will, mitten in einem Schrebergarten.
Man benötigt nur offene Augen und das Wissen über die
unterschiedlichen Siedlungsgewohnheiten der vormaligen Menschen, denn jede
Epoche hatte ihre besonderen Rituale für Leben und Sterben.
Seit über 35 Jahren sind wir, die "AG Vor- und Frühgeschichte Oberursel",
ein Arbeitskreis im "Verein für Geschichte und Heimatkunde Oberursel
e.V.", auf "Spurensuche" und das mit viel Erfolg. An dieser Stelle
wollen wir von unserer Arbeit berichten und einen Teil der erlangten Erkenntnisse vorstellen. |
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Die schönen Fachwerkbauten der Oberurseler Altstadt sind
weithin bekannt. Sie stammen alle aus der Zeit nach dem 30 jährigen Krieg.
Heute sind nur noch wenige Spuren älterer Bauwerke vorhanden. Alle sind im
Laufe der Zeit umgebaut, verändert oder gar abgerissen worden. Nur an
wenigen Stellen der Altstadt finden wir noch Abschnitte der Stadtmauer, alle
Tore und Türme sind nicht mehr vorhanden. Trotzdem können wir uns anhand von
alten Unterlagen, Zeichnungen, Skizzen und sogar von Fotos, vom Beginn des
20. Jahrhunderts, ein Bild der
ehemaligen Stadtbewehrung machen. Durch neuere Forschungen werden ältere
Aussagen zu diesem Thema teils hinfällig. Dies schmälert aber nicht die
immense Arbeit die frühere Heimatforscher geleistet haben. Bekanntes und
bisher unbekanntes sollen hier ihren Platz finden und zur Diskussion
anregen. |
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