Jahresbericht 2015 - Industrie und Handwerk in Oberursel

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Jahresbericht 2015

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Tätigkeitsbericht für das Jahr 2014/2015 des
Arbeitskreises (AK) Industrie- und Handwerksgeschichte
im
Verein für Geschichte und Heimatkunde Oberursel (Taunus) e. V
.




Bericht 2014/215 zum Ausdruck (5 S.)

 
 


Der AK hatte mehrere Hauptaktivitäten:

 

Mühlenwanderweg:

Keine Veränderung seit dem vergangenen  Jahr.

Jürgen Fischer

 

Glasindustrie:

Mit weiteren Zeitzeugen der Glasindustrie wurden Interviews geführt und die vor vier Jahren begonnene Dokumentation zu den einzelnen Firmenhistorien sowie der betreffenden  Produktdatenbanken im Internet fortgeschrieben und ergänzt. Hierzu wurden an Zeitzeugen auch Tonaufnahmegeräte ausgehändigt um persönliche Erzählungen aufzuzeichnen und zu dokumentieren.

 

Das Internetportal www.Kristallglas-Oberursel.net zur Glasindustrie in und um Oberursel hat sich international zu einem in der Glassammlerszene gut vernetzten und stark frequentierten Informationsmedium etabliert. Im Jahr 2014 wurden die Seiten insgesamt 35.750 mal aufgesucht mit über 696.000 Zugriffen aus 75 Nationen (durchschnittlich derzeit etwa täglich 110 Besucher mit ca. 2.100 Zugriffen; Tendenz weiter steigend). Etwa 57 % der Besucher kommen aus Deutschland. Aufgrund des anhaltend internationalen Interesses befindet sich derzeit eine englische Version des Informationsportals in Vorbereitung.

 

Im Mittelpunkt der Aktivitäten im Jahr 2014 stand die Vorbereitung und Begleitung der im Hessenpark, Neu Anspach am 16. März 2014 feierlich eröffneten Sonderausstellung „Lichtblick GLAS – 40 Jahre böhmische Glasherstellung im Taunus“ durch das Vereinsmitglied und Kurator der Ausstellung Oliver Rapp. Die Ausstellung spannte einen Bogen vom historischen Kontext der Ansiedlung der heimatvertriebenen Glasfachleute aus Böhmen und Schlesien mit Ihren Familien im Taunus, über die Blüte der Glasindustrie in den 1950er und 60er Jahren bis zu den Gründen des Niedergangs in den 1980er Jahren. Gezeigt wurde eine farben- und facettenreiche Palette qualitätsvoller Erzeugnisse der Glashütte in Stierstadt sowie der glasveredelnden und  -weiterverarbeitenden Betriebe in der Taunusregion. Auf Tafeln wurden wesentliche Herstellungs- und Veredelungstechniken anschaulich erläutert. Historisches bisher nicht gezeigtes Filmmaterial aus der Glashütte zeigte den gesamten Herstellungsprozess bis zur Präsentation auf der Hannover Messe.

 

Für „kleine Glasforscher“ wurde ein museumspädagogisches Begleitprogramm entwickelt, das auch von Schulklassen gut angenommen wurde. Aufgrund des anhaltend großen Besucherinteresses wurde eine Sonderausstellung erstmals in der 40jährigen Geschichte des Hessenparks auch über die Wintermonate bis 15. Februar 2015 verlängert.
Insgesamt wurden 11.222 Besucher in der Ausstellung gezählt. Das weiterhin im Buchhandel erhältliche Begleitbuch zur Ausstellung erhielt von der Fachpresse gute Rezensionen, insbesondere von der Fachzeitschrift „Der Glasfreund“ sowie der Mitgliederzeitschrift der Glastechnischen Gesellschaft, Offenbach, wodurch die Ausstellung auch überregionale Aufmerksamkeit erlangte. Ein ganz besonderer Dank gilt der wissenschaftlichen Leitung des Hessenparks Frau Dr. Naumann sowie Frau von Bothmer für Ihre Unterstützung. Designer Wolfgang Renno sorgte mit hohem persönlichem Engagement zusammen mit der Firma Quadro Messebau GmbH, Oberursel für eine ideale Präsentation der Glasobjekte. Die Stiftung „Initiative und Leistung“ der Nassauischen Sparkasse hat die Produktion des Buches finanziell großzügig unterstützt.

 

Im Juli 2014 wurden über 80 Glasobjekte der Sammlung Rapp aus Oberurseler Produktion zu Dreharbeiten des Films „Starfighter – Sie wollten den Himmel erobern“ ausgeliehen. Der von der ZEITSPRUNG pictures GmbH, Köln unter der Regie von Miguel Alexandre produzierte Film erzählt nach wahren Begebenheiten den sogenannten „Starfighter-Skandal“ der Luftwaffe. Um eine in allen Bereichen authentische Requisite für den in den Swinging Sixties spielenden Film zu gewährleisten wurden insbesondere die Parfumflakons aus Oberurseler Produktion von den Requisiteuren angefragt. Das Flakon Nr. 1288 von der Fa. Kristallglas GmbH Oberursel aus der Freiligrathstraße spielte im Film dabei eine wesentliche Rolle in einer Schlüsselszene.

 

Oliver Rapp


 

Industriegeschichte:

Mit dem nachhaltigen Konzept der lokalen Geschichte in Buchform (.pdf-Form), das wir zum Hessentag aufgesetzt hatten, fühlen wir uns bestätigt.
Die neuen Faktenbücher wurden weitergeschrieben, ergänzt und können im Internet gelesen und  
in A4 oder A5  ausgedruckt werden.

Diejenigen Interessenten, die eine größere Auflage drucken wollen, können die Vorlage als Druckvorlage nutzen.  

Zwischenzeitlich haben wir gelernt, dass die Deutsche Nationalbibliothek auch alle Bücher in digitaler Form speichert (.pdf- Format). So können wir davon ausgehen, dass unsere Oberurseler Geschichtsarbeit auf lange Zukunft  archiviert und gesichert bleibt.

 

Bei der Sammlung und Recherche stellen uns die jeweiligen Firmen gerne bereitwillig unbekanntes Material zur Verfügung, um ihre Geschichte aufzuarbeiten.
Auch aus der Stammtischrunde finden sich oft Interessenten (Mitautoren), um an der Oberurseler Geschichte mitzuwirken.

Besonders zu erwähnen sind:
Erich Auersch, Rudolf Hein, Reinhold Kamper, Uschi+Franz König, Horst Siegemund,  Günter Sterrmann, Marion Unger und Karl-Heinz Wüst,
für ihre hervorragende und tatkräftige Mitarbeit.

Alle Bürger, die gerne mitarbeiten wollen, oder die noch Material, Bilder, Prospekte, etc., von Oberurseler Firmen haben, sind herzlich gern eingeladen, sich an unserem Stammtischen einmal zu informieren.

 

Hermann Schmidt

 
 

Andere bereichsübergreifende Aktivitäten:

Digitaler Stammtisch:

Das neue Programm-Konzept findet guten Anklang und die Veranstaltungen waren stets gut besucht.

  • 6 Besichtigungen und Ausflüge und

  • 6 Workshops incl. Gastvorträgen wurden veranstaltet.


Für die Gastvorträge konnten wir sehr kompetente Redner verpflichten und so viele neue Interessenten gewinnen.

 

www.ursella.org

Internetauftritt :

Die neue Internetseite wird als Content -Managment-System, (JOOMLA)  neu aufgesetzt.

Konzept:

  • Einheitliche Organisation und Form

  • Verteilte Arbeit (Inhalte)

  • Verteilte Verantwortung

  • (Preiswerte Herstellung)

Durch den Wegzug des verantwortlichen Gestaltungs-Fachmanns, wurde die Projektverantwortung auf andere Vorstandsmitglieder übertragen.

 
 

Die alte Internetseite  des Vereins ist seit zwei Jahren weitestgehend eingefroren und  wird nur noch so lange gepflegt, bis JOOMLA zufriedenstellend  läuft.
Unabhängig von dem neuen System, werden die Inhalte von den verantwortlichen Mitarbeitern weiterhin  aktualisiert.

Besonders zu erwähnen ist das Engagement der Herren Josef Bischoff und Jürgen Peters.
In vorbildlicher Weise wurden von ihnen die Seiten des Mühlenwanderweges ganz selbständig und uneigennützig neu gestaltet.

 
 

 

Kennst Du deine Stadt:
Seit März 2015  läuft das monatliche Stadträtsel in exklusiver Zusammenarbeit mit der Oberurseler Woche. Ziel ist es Interesse für die Oberurseler  Geschichte zu wecken und den Bekanntheitsgrad des Vereins für Geschichte und Heimatkunde zu steigern.
Der noch nicht formierte Arbeitskreis besteht aus  sieben freiwilligen Mitarbeitern, die auch die jeweiligen Preisrätsel einbringen.
Da das System und  die Organisation ganz neuartig ist, können wir erst  im kommenden Jahr über die Ergebnisse berichten.

 
 

Oberursel, den 20.04.2015

AK Industrie und Handwerk
Jürgen Fischer,
Oliver Rapp,

Hermann Schmidt

 
 
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