Mühlen im Hessenpark

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Mühlen im Freilichtmuseum Hessenpark, Neu-Anspach, Hessen


Wir sind das zentrale Freilichtmuseum des Landes Hessen. Wir zeigen zurzeit das dörfliche und klein-städtische Alltagsleben und die Festkultur vom 17. Jahrhundert bis in die 1980er Jahre. Präsentiert wird die ganze Vielfalt des Bauens, Wohnens und des handwerklichen, landwirtschaftlichen und häuslichen Arbeitens von der vorindustriellen Zeit über die frühe Mechanisierung bis in die industrielle Moderne.

Unsere Sammlung aus über 150.000 Objekten der Alltagskultur entwickeln wir zum lebendigen Ge-dächtnis Hessens. Die uns anvertrauten Baudenkmale und Objekte bewahren wir – in enger Kooperation mit dem Hessischen Immobilienmanagement – verantwortungsvoll und mit Sorgfalt. So ermöglichen wir ihre wissenschaftliche Erforschung und Präsentation und schaffen damit die Grundlage für eine anschauliche Vermittlung unserer musealen Inhalte. Bei unserer Arbeit halten wir uns an die international gültigen wissenschaftlichen Richtlinien.

Das Freilichtmuseum Hessenpark hat bis zum Jahr 2015 folgende drei Mühlen in Betrieb genommen:


Holländische Kappenwindmühle (Galerieholländer) aus Borsfleth, Elbe

Die holländische Kappenwindmühle stammt aus Borsfleth bei Glückstadt und hatte ihren Standort auf einem Elbdeich. Hier gab es Windmühlen seit 1635. Unsere Windmühle wurde 1822 errichtet, im Laufe der Zeit durch Nebengebäude erweitert, die für Lagerung und den Landhandel verwendet wurden. Die Mühle wurde etwa 1969 stillgelegt, abgebrochen, verkauft und gelagert. Im Jahre 1980 erwarb der Hessenpark die Reste der ursprünglich stolzen Windmühle aus Borsfleth. Der Hessenpark baute die Mühle komplett wieder auf - ursprünglich verkaufte oder verschrottete Mühlenteile wurden erneuert und zusammen mit den ursprünglichen Bauteilen bis 1985 zum Richtfest wieder funktionstüchtig aufgebaut.

Bockwindmühle aus Papenhorst, Edemissen

Die Bockwindmühle (auch Ständermühle, Kastenmühle oder Deutsche Windmühle) ist der älteste Windmühlentyp in Europa. Kernmerkmal dieses Mühlentyps ist es, dass das gesamte Mühlenhaus auf einem einzelnen dicken Pfahl (dem „Hausbaum“) steht, der senkrecht in einem unterhalb der eigentlichen Mühle befindlichen hölzernen Stützgestell (dem namengebenden „Bock“) befestigt ist. Sie treten im deutschen Raum häufiger seit Beginn des 15. Jahrhunderts auf und wurden normalerweise zum Mahlen von Getreide verwendet.
Am 25. Mai 2015 eröffnete das Freilichtmuseum Hessenpark die Bockwindmühle und ermöglicht allen Besuchern sich in der Mühle intensiv umzusehen.

Wassermühle (Auhammer) aus Battenberg, Eder

Das Gebäude besteht in Teilen aus dem von Battenberg in das Freilichtmuseum Hessenpark überführten Auhammer. Erste urkundliche Erwähnungen stammen aus dem Jahre 1773. Hammerwerke sind einfache, durch Wasserkraft angetriebene Arbeitsmaschinen, die zum Schmieden verwendet wurden. 1873 erwarb das westfälische Eisenwerk Hasenclever & Sohn das Hammerwerk. Im Museum wird das nach zeitgenössischen Bildvorlagen errichtete Betriebsgebäude in seiner Erscheinung vor 1873 gezeigt.
Der Auhammer ist mit einem oberschlächtigen Wasserrad, Wellbaum mit Schwanzhammer, Amboss, Esse und Blasebalg ausgestattet. Der Wasserantrieb des Hammerwerkes wird - wie das bei unzureichender Wasserversorgung auch zu früheren Zeiten üblich war - durch einen kleinen Motor unterstützt.
Nun konnte das Hammerwerk zum zweiten Mal eröffnet und in Betrieb genommen werden. Das geschah anlässlich der Museumsnacht am 31. August 2013.

Glück zu! heißt der Müllergruß, denn Glück brauchte der Müller in besonderem Maße.

Der Müllergruß hat seinen Ursprung als die freigesprochenen Müllergesellen auf Wanderschaft gingen. Dort gab es bestimmte Rituale, zu denen auch die Begrüßung zählte.

Der Geselle schritt zur Mühlentreppe, steckte den Stock durch die dritte Stufe, legte sein Bündel daneben und wartete, vom ältesten Gesellen mit "Glück zu" begrüßt zu werden. Die Antwort lautete: "Schönen Gruß von Meistern und Gesellen!" Es folgte ein kurzer Plausch über alltägliche Dinge.

 
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